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Elektronischer Schließzylinder lohnt sich auch im Wohnungsbau

Elektronischer SchließzylinderZugegeben: Ein elektronischer Schließzylinder ist in finanzieller Hinsicht nicht unbedingt ein „Schnäppchen“. Je nach Ausführung kostet die Ausstattung einer einzigen Tür ab 400 Euro aufwärts – kein Vergleich mit einem Standard-Profilzylinder, der auch für deutlich weniger als 100 Euro über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg ein durchaus hohes Maß an Sicherheit bietet. Andererseits ist ein elektronischer Schließzylinder nicht nur im gewerblichen Bereich sinnvoll, wenn beispielsweise individuelle Zutrittsberechtigungen innerhalb von Firmengebäuden vergeben werden müssen. Ein elektronischer Schließzylinder lohnt sich bereits für Besitzer von Mehrfamilienhäusern – denn die Schlüsselverwaltung wird dadurch deutlich vereinfacht.

Sorge um übriggebliebene Nachschlüssel

In Wohnanlagen mit häufig wechselnden Mietern müssen Hausbesitzer und –verwalter immer darauf achten, dass die Schlüsselsätze für jede Wohnung vollständig sind. Klar: Wenn ein Mieter einen Schlüssel verliert, muss dieser auf Kosten des Mieters nachgemacht werden; doch häufig stellt sich der Nachmieter bei einem Wohnungswechsel die Frage, ob es zu seiner neuen Bleibe wirklich nur die Schlüssel gibt, die ihm übergeben wurden – oder ob nicht irgendwo noch ein weiterer Schlüssel existiert, von dem selbst die Hausverwaltung nichts weiß. Ein elektronischer Schließzylinder räumt diese Sorge aus der Welt.

Elektronisches Türschloss einfach umprogrammieren

Selbst wenn ein Vormieter – warum auch immer – noch über einen Wohnungsschlüssel verfügt, wird er durch den Einsatz elektronischer Schließzylinder nichts mehr damit anfangen können. Die entsprechende Zugangsberechtigung wird über die entsprechende Software einfach und schnell aufgehoben – schon werden die Schlüssel wertlos. Kein einziger Schließzylinder muss ausgetauscht werden, die Schließanlage bleibt, wie sie ist. Wer schon lange im Geschäft mit Wohnungsvermietungen tätig ist, kennt die mit dem Posten „Schließzylinder“ verbundenen Kosten nur allzu gut – und kann leicht ausrechnen, wann und wo sich der Einsatz elektronischer Schließzylinder rentiert.

Schließzylinder: Mechanische Wunderwerke

elektronischer schließzylinderSchlüsselkanal, Schließnase, Zuhaltungsfedern, Kernstifte, Gehäusestifte: Moderne Profilzylinder sind wahre mechanische Wunderwerke. Dabei hat sich am prinzipiellen Aufbau vom Profilzylinder, wie er  vor knapp 100 Jahren in einem Vorläuferunternehmen von Zeiss Ikon entwickelt wurde, bis heute wenig geändert: Den Kern des Schließzylinders bildet die so genannte Schließnase, deren Drehung ein Schloss öffnet oder verriegelt. Die Schließnase lässt sich aber nur bewegen, wenn sie vom Mechanismus im Schließzylinder freigegeben wird. Dieser Mechanismus wiederum besteht aus mehreren, auf kleinen Federn befestigten Metallstiften. Wird ein Schlüssel eingesteckt, so werden diese Stifte den „Zacken“ des Schlüssels entsprechend tief in den Zylinder gedrückt, und wenn alle Stifte richtig sitzen, kann das Schloss geöffnet – oder verschlossen – werden.

Schließzylinder – einfach und doch kompliziert

So einfach das Prinzip des Schließ- beziehungsweise Profilzylinders, so komplex ist mittlerweile die Realität. Denn für einfache Zylinder mit nur wenigen Stiften lassen sich ebenso einfach Nachschlüssel anfertigen – und eben das ist ja nicht Sinn der Sache. Also enthält ein moderner Profilzylinder heute nicht mehr nur drei oder vier Stifte, sondern üblicherweise fünf oder sechs. Entsprechend größer ist die Zahl der möglichen Kombinationen unterschiedlicher Stiftpositionen. Und während die „Zacken“ beim klassischen Schlüssel nur nach unten weisen, sind moderne Schließzylinder mit einer zusätzlichen Stiftreihe ausgestattet, die in ein kleines, seitlich angeordnetes Profil am Schlüssel greift, was wiederum das Anfertigen von Nachschlüsseln ohne Kenntnis detaillierter Schlossdaten praktisch unmöglich macht.

Neue Materialien für zusätzliche Sicherheit

Nicht zuletzt sorgen modernste Werkstoffe dafür, dass Schließzylinder ihrem Namen alle Ehre machen. Längst besteht ein Profilzylinder nicht mehr aus einfachem Metall, sondern aus hochfesten Legierungen, die jedem Metallbohrer einen hohen Widerstand entgegensetzen – und ein Aufbohren nahezu unmöglich machen.

Elektronischer Schließzylinder: Stromausfall kein Problem

elektronische_schliesszylinderViele Hausbesitzer zucken zusammen, wenn ihnen der Einbau elektronischer Schließzylinder empfohlen wird. Denn die erste Assoziation lautet: Wie bekomme ich denn die Tür auf, wenn einmal der Strom ausfällt und die Elektronik im Schließzylinder nicht mehr funktioniert? Nun, rein theoretisch kann es passieren, dass beim gleichzeitigen Ausfall aller verfügbaren Stromquellen eine Tür verschlossen bleibt – aber eben nur rein theoretisch. In der Praxis kann es allenfalls passieren, dass im System einer elektronischen Schließanlage einmal vergessen wird, rechtzeitig eine Batterie zu wechseln. Und selbst diese Möglichkeit ist höchst unwahrscheinlich, da die Lebensdauer der eingesetzten Batterien zum einen extrem lang ist (mehrere Jahre), und zum anderen einzelne Systeme den Nutzern sogar signalisieren (etwa per Leuchtdiode), dass der Batteriestrom zur Neige geht, lange bevor die Batterie leer ist. Der Zusammenhang mit dem Begriff Strom braucht also niemanden davon abzuhalten, sich für den Einsatz elektronischer Schließzylinder zu entscheiden.

Elektronischer Schließzylinder praktisch nicht manipulierbar

Neben der Frage des Stromausfalls machen sich viele potenzielle Nutzer elektronischer Schließzylinder Sorgen um „moderne Einbrecher“: Weil die Signale zum Öffnen der Schlüsse in der Regel per Funk übertragen werden und Funksignale wiederum abgefangen werden können, könnten Technik-Freaks die Codes schon irgendwie entschlüsseln und „kopieren“. Doch auch diese Sorge ist unbegründet. Denn bei jedem Schließvorgang werden zwischen Schlüssel und Schloss neue Codes generiert, die kein zweites Mal eingesetzt werden können. Mithin sind „abgehörte“ Funksignale absolut nutzlos.

Schließzylinder gleichschließend: Universeller Türöffner

SchliesszylinderIn einem durchschnittlichen Einfamilienhaus gibt es bei weitem nicht nur die Eingangstür, die regelmäßig verschlossen werden muss und daher in puncto Sicherheit besondere Aufmerksamkeit verdient. Die Kellertür, das Garagentor, der Seiteneingang oder der Geräteschuppen: Wer für jeden Zweck einen eigenen Schlüssel einsetzt, fühlt sich bald wie ein Hausmeister und braucht einen Schlüsselkasten, damit nicht jedes Mal die große Sucherei beginnt, wenn der Schlüssel nicht dort liegt, wo er sich üblicherweise befindet. Und je mehr Schlüssel in einem Haushalt ihren Dienst verrichten, desto schneller passiert es, dass ein Schlüssel verloren geht – was Zeit und Geld für die Wiederbeschaffung kostet. Weit komfortabler ist es da, einen Schließzylinder gleichschließend einzusetzen und sozusagen mehrere Fliegen auf einen Streich zu erwischen.

Nur ein Schlüssel für alle Türen

Schließzylinder gleichschließend gibt es mittlerweile in vielfältigen Bauformen. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass mit einem einzigen Schlüssel mehrere unterschiedliche Schlösser bedient werden können. Auch wenn der Schließzylinder gleichschließend für die Garagentür kürzer ist als in der Wohnungstür oder am Kellereingang: Mit dem Schließzylinder gleichschließend ist sichergestellt, dass jedes Schloss gleichermaßen problemlos funktioniert. Und bei Bedarf kann das System auch um einen Schließzylinder gleichschließend erweitert werden, wenn eine weitere Tür in das „private Sicherheitskonzept“ einbezogen werden soll.

Einheitliches System beachten

Damit der Schließzylinder gleichschließend auch wirklich den gewünschten Komfort und die erforderliche Sicherheit bietet, ist es allerdings erforderlich, sich auf ein bestimmtes System festzulegen. Die einschlägigen Lieferanten von ABUS bis Winkhaus haben mittlerweile alle Schließzylinder gleichschließend im Sortiment – und sind absolut zuverlässig, wenn es um die Bereitstellung zusätzlicher Komponenten geht.